Meine Sicht auf Liga Drei (3)



Einen gnadenlos subjektiven, aber nicht allzu ernst nehmenden Blick auf die Handball-Regionalliga Süd wagt Sportskanone Erhard VerWunderlich
Folge 3: nach dem siebenten Spieltag


Es gab mal Zeiten im Handball, die Älteren unter uns werden sich erinnern, da galt es als ungeschriebenes Gesetz, 21 Tore müssen im Handball für eine Sieg ausreichen. Es waren Zeiten, in denen die Spieler noch ausgiebig ihre eigenen Torerfolge feiern konnten und der Zuschauer mit seinem Nebenmann den Spielzug bis ins kleinste analysieren konnte. Es waren auch die Zeiten, in denen sich ein TuS und ein VfL duellierten. Heute dagegen kämpfen Gladiatoren aus dem Anhaltinischen gegen Löwen aus der Rhein-Neckar- Tiefebene. Und die besagten 21 Tore reichen heutzutage gerade mal...
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vielleicht für eine unberuhigende Halbzeitführung aus. Doch gerade jetzt lehnt sich ein "gallisches Dorf" dagegen auf. Aus Horkheim werden erstaunliche Dinge berichtet. Dort gewinnt man wieder die Spiele mit eben diesen 21 Toren und einer Abwehr, die man ruhigen Gewissens als Betonbollwerk bezeichnen kann. Der 6-0- Riegel ist momentan so undurchlässig wie der Einlass in der Münchener Promidisco P1. Das faszinierende an dem Fakt ist aber unter anderem, dass jede Mannschaft, die umsonst versuchte, die Horkheimer Festung zu stürmen, hinterher das Gefühl hatte, hier war doch mehr drin gewesen. Die Rand- Heilbronner nehmen es lächelnd zur Kenntnis und grüßen aus der Spitzengruppe.
Mit 173 erfolgreichen Torversuchen liegen die Horkheimer übrigens gleichauf mit dem Tabellenschlusslicht aus Rimpar. Die DJK, Sportgemeinschaft Deutsche Jugendkraft, (das heißt wirklich so), hat halt nur den entscheidenden Nachteil, dass die Abwehrmauer etwas öfter bröckelt als die des TSB und somit weit mehr Gegentore auf ihrem Negativkonto hat. Da man bisher mit schöner Regelmäßigkeit nach etwa vierzig Minuten das Handballspielen eingestellt hat, muss man schon an ein kleines Wunder glauben, dass die Handballrecken aus Unterfranken ihre jugendlichen Kräfte, laut Vereinsnamen, nicht wieder in der Bayernliga ausleben werden. Noch ist aber nicht alles verloren. Es bleibt abzuwarten, ob bei der Auslichtung des Spielerlazaretts, insbesonders bei einer Genesung des Spielertrainers Heiko Karrer, noch einmal eine Aufbruchstimmung erzeugt werden kann. Der Coach sagte es nach der Niederlage bei der SGH2KU treffend; die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei erst sieben gespielten Partien sicherlich nicht ganz unrichtig.
Aber zurück zur Spitze. Hier darf jede Woche mal ein anderer Maulwurf aus dem Hügel schauen. Im Moment trifft es die Bundesligareserve aus Balingen. Für die Spannung in der Liga sicher nicht das Schlechteste. Für die selbsternannten Staffelfavoriten, die sich teilweise noch in ihrer Selbstfindungsphase aufhalten, kann das erstmal nur gut sein, dass sich noch kein Underdog an der Spitze in den absoluten Rausch spielt und ihnen den Zweitligaaufstieg schon zeitig entreißen kann. Erfreulich, dass auch die SG aus dem Gäu im Konzert der Spitzenmannschaften voll mitspielen kann. In den nächsten fünf Partien, drei Auswärtsspiele und zwei Heimspiele gegen den bärenstarken Aufsteiger aus Leutershausen und gegen Pirna, wird es allerdings schwer genug, diese Position zu halten, was enorm wichtig wäre. Nicht etwa, um von der zweiten Liga zu träumen, wohl aber, um sich rechtzeitig von der ersten Stufe in den Tabellenkeller, also Tabellenposition 11, fern zu halten. Ob das letztendlich mit einer Betonabwehr a la Horkheim gelingt oder mit einem unwiderstehlichen Angriffswirbel, wird dem gemeinen Fan relativ egal sein. Am besten wäre natürlich beides.

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