Meine Sicht auf Liga Drei (28)

Einen gnadenlos subjektiven, aber nicht allzu ernst nehmenden Blick auf die Dritte Liga Süd wagt Sportskanone Erhard VerWunderlich
Folge 28: Nach der Hinrunde 2012/13

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. So fangen wohl alle langweiligen Beiträge zum Jahreswechsel im Lande an. Warum also nicht auch bei mir? Trotzdem habe ich mir gedacht, wenigstens einmal im Jahr jede einzelne Mannschaft mit Lob oder anderen Sachen zu überschütten. Zu oft werden diese nur am Rande erwähnt. Deshalb nachfolgend die große Halbserienbilanz aus meiner wie immer durch die Vereinsbrille getrübten Sicht. Natürlich geordnet nach rein sportlichen Gesichtspunkten.

TSV Friedberg: Mein absoluter Favorit auf die Meisterschaft, weil die Mannschaft mit internationalen WM-Teilnehmern nur so gespickt ist (Harald Feuchtmann-Perez für Chile). Steigen leider ein Jahr später wieder ab. Warum? Leider nur ein Spieler mit internationaler WM-Erfahrung (Harald Feuchtmann-Perez für Chile).
HSG Konstanz: Konstanz zum Beispiel könnte Friedberg von der Spitze verdrängen. Leider fehlt Konstanz die Konstanz. Mit mehr Konstanz stände für Konstanz auch wieder einmal die 2. Liga auf dem Programm. Auch in den letzten Jahren stand immer die Mannschaft mit der größten Konstanz ganz oben. Diesmal Konstanz?
HBW Balingen/Weilstetten II: kurze Anreise, tolle Halle, die Mannschaft darf nicht aufsteigen. Was will man eigentlich mehr? Vielleicht einmal in Balingen gewinnen, ja, das wärs.
TSB Heilbronn-Horkheim: Die personell gesehen mit Abstand beste Mannschaft der Liga. Nicht zuletzt durch den spektakulären Torwartcoup auf dem Transfermarkt vor der Saison. Leider wird dem Team die Auswärtsschwäche, die für andere Teams eine Auswärtsstärke wäre, im Titelrennen zum Verhängnis werden.
HSG Nieder-Roden: Aus den Nieder-Rodungen der Hessen-Oberliga emporgekommen, spielte sich das Team zu Recht an die Spitze der Zuschauer der großen Vier in der Tabelle. Gutes Publikum, gute Spielweise, gute Platzierung. So einfach ist das.
TSG Groß-Bieberau: Vor allem in Herrenberg immer wieder gern gesehen. Weniger aus Symphatie, eher aus statistischen Gründen. Die Mannschaft gewinnt halt so selten bei der SG. Wie schön.
SG Kronau-Östringen II: Mittelfeldplatz, mittelmäßige Leistungen, kaum Zuschauer. Warum also Kronau? Ganz einfach: jeder Spieler hofft, eines Tages seinen Enkel zu erzählen, einmal gegen angehende Weltstars gespielt zu haben, siehe Gensheimer, siehe Grötzki.
TV Germania Großsachsen: Sollte unbedingt in der Liga bleiben. Für die SG schließlich das kürzeste Auswärtsspiel, was je nach Sachsen führte. Außerdem kann man bei einem Abstieg der SG Leutershausen aus der zweiten Liga gleich einen Doppelspieltag terminieren. Beide Hallen liegen exakt 2,1 km auseinander.
TV Kirchzell: Absolut sympathischstes Team der Liga. Erlaubte der SG H2Ku schließlich einen wichtigen Auswärtssieg. Stand vor dem Gastspiel der Herrenberger auch einmal kurz in den Schlagzeilen, als kolportiert wurde, dass Andi Kunz eventuell als Gensheimer- Ersatz nach Mannheim wechselt. Die Verantwortlichen entschieden sich aber für einen anderen Weltstar.
TV Neuhausen/Filder: Kürzeste Anreise für alle Spieler. Diese wissen das natürlich zu schätzen und verloren deshalb auch dieses Jahr in Neuhausen, um den Klassenerhalt des Nachbarn zu sichern. Bei einem Abstieg des TVN kann es nur ein weiterer Weg werden. Bei der momentanen angespannten finanziellen Situation steht aber wohl noch nicht fest, ob die Schützenhilfe der SG etwas brachte.
TV Groß-Umstadt: Tolle Derby- Region mit Groß-Umstadt, Groß-Bieberau, Groß- Kirchzell und Groß- Nieder-Roden. Aber was interessiert mich das? Direkter Konkurrent für die SG H2Ku. Deswegen kann ich nur wünschen, dass es für Groß- Umstadt bald ohne große Umstände in der Tabelle unter die SG geht.
TV Hochdorf: Wird langsam wie ein leerer Bierkasten nach hinten durchgereicht. Das für mich auffälligste am TV Hochdorf: Wein wird in Hochdorf in Halblitergläsern an den Fan gebracht. Wie praktisch. Ansonsten gibt es wegen der SG- Trikot- Werbung sowieso nur unnötige Irritationen.
SG Köndringen/Teningen: Der Dino der Liga. War schon dabei, als zu Beginn noch mit Steinkugeln geworfen wurde. Erster Torschützenkönig im Jahre 1134 v.u.Z: Christian Hefter mit 239 geworfenen Torbögen. Deshalb bleibt das Team auch diesmal wieder über dem Strich. Ganz bestimmt.
SG H2Ku Herrenberg: Hätte eigentlich einen besseren Platz bekommen müssen. Leider waren die ersten 13 Tabellenplätze schon, typisch deutsch, frühzeitig mit Handtüchern belegt. Habe aber Weihnachten mit dem Christkind telefoniert. Nachdem ich den Hörer aufgelegt hatte, war ich mir sicher, dass ich mir Kaine Sorgen machen muss, weil nach der Rauhen Hinrunde ein neuer Geist in die Mannschaft einzieht und uns dann Wohl Bold, äh, bald, etwa ab Merz, das Glück auch wieder Hold sein wird.
SV Zweibrücken: Auch wenn das Team sehr stark in Herrenberg auftrumpfte, glaube ich nicht an den Klassenerhalt. Zu schwer haben es immer die Mannschaften aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Typische Weinregion eben. Da kann man sich bei den Erfrischungsgetränken schon einmal vergreifen.
TSG Münster: Die positive Überraschung im Saisonverlauf. Wer hätte schon Ende Oktober für möglich gehalten, dass die Mannschaft bis Weihnachten drei volle Punkte einfährt. Wobei beim Heimsieg gegen Groß-Bieberau der Gast wohl nach einer Glühweinweihnachtsfeier die dritte Mannschaft nach Münster fahren ließ und der Busfahrer auch noch mitspielen durfte. Anders ist das 15:28 wohl nicht zu erklären. Leider kann man gegen Münster nur verlieren. Deshalb für alle Teams DER Angstgegner der zweiten Halbserie.

Natürlich wird sich am Ende der Saison wieder einmal herausstellen, dass ich vollkommen daneben lag. Wie herrlich

Die nächsten Termine:

26.11.2022: Weihnachtsbrezelverkauf der Haslacher Vereine (geplant)

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