Meine Sicht auf Liga Drei (42)

Meine Sicht auf Liga Drei (42)

21.04.2015

Einen gnadenlos subjektiven, aber nicht allzu ernst nehmenden Blick auf die Dritte Liga Süd wagt Sportskanone Erhard VerWunderlich

Folge 42: Nach dem 27.Spieltag 2014/2015

Das Abstiegsgespenst geht um. In wabernden Wolken gehüllt, schleicht es von Rödelsee weiter nach Fürstenfeldbruck, um sich schließlich nach der Reise über die schwäbische Alb auf den Stufen der Stiftskirche ausruhen zu können. Zwar stehen mathematisch auch noch andere Vereine auf der imaginären Abschussliste, trotzdem wird sich der dritte Absteiger sicherlich aus einem der vier genannten Vereine rekrutieren. An unseren inzwischen klassenkampferprobten Akteuren wird es nun liegen, ob das Gespenst länger in Herrenberg verweilt oder doch weiterzieht.

Dabei ließe sich mit einem einzigen Blick in die Saisonstatistik schon früh erkennen, wie eng es in diesem Jahr im Abstiegsrennen zugehen würde. Schon nach dem ersten Spieltag lag die heimische SG trotz des deutlichen Heimsieges gegen die Nachbarn aus Neuhausen/Filder gerade einmal zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Sieben Teams standen sogar punktgleich mit null Zählern im Tabellenkeller!

Insofern hat sich die Lage für die SG- Mannen nicht verändert. Auch heute trennen die Kiener-Schüler jene zwei Punkte vom ersten Abstiegsrang. Zwei Startplätze für die einige Kilometer sparende Variante Oberliga sind inzwischen auf die Filderhöhen und den Meister von vor zwei Jahren vergeben. Dabei ist der Fall Friedberg besonders tragisch, steht doch das für viele eigentlich alternativlose Projekt „mit eigenem Nachwuchs zur Spitzenmannschaft“ seither auf dem Prüfstand.

Die Rechenspiele sind nun verständlicherweise in vollem Gange. Wobei wieder einmal deutlich wird, dass gerade in der extrem ausgeglichenen Südstaffel alles rechnen wöchentlich ad absurdum geführt wird. Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel entreißen den Spitzenteams die Punkte. Motivation schlägt Qualität. Nutznießer dieses teils nachvollziehbaren wie auch alljährlich wiederkehrenden Phänomens waren bisher alle abstiegsbedrohten Vereine, auch die SG H2Ku in Konstanz oder auch in eigener Halle gegen Heilbronn. Der TSV Rödelsee gewann zum Beispiel beim Spitzenteam in Kronau überdeutlich.

Das hielt allerdings die Verantwortlichen im Sickergrund nicht davon ab, Verschwörungstheorien in die Öffentlichkeit zu tragen, die mehr als fraglich erscheinen. So wird auf die fehlende Lobby von Rödelsee in der württembergbelasteten Südstaffel hingewiesen. Des Weiteren überlassen sich die Württemberger gegenseitig die Punkte. Besonders stieß Geschäftsführer Demel die Niederlage der HSG Konstanz gegen die SG H2Ku auf. Ob all diese und andere Aussagen auch persönlich gegenüber der Mainpost so getroffen wurden, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass der Verein diese mit dem Abdruck auf der Homepage praktisch autorisiert.

Dabei sollte daran erinnert werden, dass in der Staffel nur sechs und nicht wie gedruckt ein Dutzend Württemberger vertreten sind. Dass badische Mannschaften freiwillig Punkte nach Württemberg wandern lassen, kann jeder Einheimische unterdessen nur mit einem Lächeln quittieren. Sicher nahm man in Rödelsee auch allzu gerne die zwei Punkte vom Sensationssieg in Kronau/Östringen mit. Dies hatte aber wohl nichts mit dem Gegner, sondern nur etwas mit der Leistung der eigenen Mannschaft zu tun. Und nicht zuletzt wird man sich in Rödelsee erinnern müssen, dass am letzten Spieltag der vergangenen Saison ein Sieg gegen die Württemberger aus Heilbronn die Rettung brachte. Heilbronn schickte mit dieser eigenen Niederlage übrigens Kornwestheim in die Relegation. Die Überraschung folgt mit einem Blick auf die Landkarte: Kornwestheim liegt ebenfalls in Württemberg. Man sollte also immer ein wenig den Blick heben, um Alles zu überblicken.

Aber so muss es im Abstiegskampf natürlich sein. Emotionen zeigen die Verbundenheit zum Verein. Nicht belegbare Thesen liefern immer wieder reichlich Stoff zum Schreiben und zum Diskutieren. Ich bin gespannt, wer sich als nächster aus der Deckung wagt und Öl ins Abstiegsfeuer gießt. Mir soll es recht sein.

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Wir trauern um

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Eduard "Edi" Mützel

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Edi war Vereinsmitglied seit 1949. Seine erfolgreiche Jugendarbeit als Trainer von 1961 bis 1973 wurde durch die Württembergische Vizemeisterschaft 1970, sowie den dritten Platz in diesem Wettbewerb, im Jahre 1973, gekrönt. Für seine besonderen Verdienste in der Jugendarbeit wurde er durch den Sportkreis geehrt. 1970 und 1977 war er zudem als Trainer der Männermannschaft am Ruder.

Der TV Haslach war immer sein Verein. Auch nach der Gründung der Spielgemeinschaft SG H2Ku Herrenberg, deren größter Partner der TV Haslach ist, blieb er dem Herrenberger Handballsport treu. Wann immer es ihm möglich war, vor allem wenn es um die "Wurst" ging - also Ab- oder Aufstieg - war er bei den Heimspielen "seiner" Männer in der Markweghalle.

Die Verleihung der Ehrennadeln in Silber und Gold, die Ernennung zum Ehrenmitglied und dann 2009 zum Ehrenspielführer zeigen, welchen bedeutenden Platz Edi beim TV Haslach einnahm.

Am 27.06.2020 ist Edi nun verstorben.
Er wird uns fehlen. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.
Wir werden ihm ein ehrende Andenken bewahren

TV Haslach 1930 e.V.

"Edi" und seine "Jungs" 1970

"Edi" und seine "Jungs" 1970

Von links, kniend: Erwin Mützel, Walter Katz, Dieter Däuble, Friedel Stötzer, Martin Rau, Helmut Aichele, Bernhard Reichert; stehend: Jugendleiter Gert Schäfer, Dieter Kienzle, Roland Hörmann, Dieter Ulmer, Ernst Mützel, Walter Egeler, Helmut Eipperle, Trainer Eduard Mützel

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