Meine Sicht auf Liga Drei (44)

Meine Sicht Auf Liga Drei (44)

Einen gnadenlos subjektiven, aber nicht allzu ernst nehmenden Blick auf die Dritte Liga Süd wagt Sportskanone Erhard VerWunderlich

Folge 44: Vor dem 8. Spieltag 2015/2016

Es wird mal wieder Zeit. Einerseits, dass ich nach einer längeren Pause endlich literarischen Diarrhoe aus der Tastatur quellen lasse, andererseits aber, dass unsere Jungs von der SG mal wieder Punkte holen. Was von beiden in der jetzigen Situation mehr gebraucht wird, überlasse ich dabei den Experten, also allen Lesern. Fakt ist aber, dass die Kiener-Schüler so früh wie nie in einer Saison vom bitteren Saft des Abstiegskampfes schlürfen. Zumindest bleibt jetzt noch etwas mehr Zeit, die Situation zu bereinigen, als wenn diese Erkenntnis erst am 29. Spieltag gereift wäre.

Dabei fing die Saison so gut an. In Balingen stand es beim ersten Saisonspiel nach zwei Minuten durch einen Gewaltwurf von Chris Dürner 1:1. Hätte man hier einen Abbruch der Saison erreichen können, die SG H2Ku hätte ihr selbst gestecktes Ziel vom gesicherten Mittelfeldplatz mit ausgeglichenem Punktekonto schon früh in der Saison erreicht. So aber nahm das Unheil seinen Lauf und die Spieler mussten auch weiterhin, wenig überraschend, auswärts antreten. Was in diesem Jahr schon in der eigenen Halle schwierig ist, nämlich in einer extrem ausgeglichenen Liga Punkte zu holen, wird auswärts schier unmöglich. Schuld daran sind neben dem Gegner meistens die dort heimischen Fans, die eine normale Handballhalle durch bloßes Erscheinen und teils durch rythmisches, aber absolut unsportliches Klatschen oft in eine normale Handballhalle verhandeln.

So zumindest muss es sein, ein anderer Grund sticht zunächst nicht ins Auge. Zur Ehrenrettung darf man aber natürlich auch nicht vergessen, dass es für einige Akteure nicht gerade einfach ist, in ihrem ersten Jahr im Männerbereich gleich mit dem Abstiegskampf umgehen zu müssen. Viele kennen eine solche Drucksituation höchstens vom Gymnasium und der Furcht, sich beim Abi-Streich zu blamieren. Ob man dabei auf immer jüngere Spieler zurückgreifen muss, wird die Zukunft zeigen. So debütierte jüngst in Teningen auf Halbrechts ein Nachwuchsakteur mit gleichem Namen wie unser Trainer. Dabei zeigte er durchaus gute Ansätze und warf sogar ein Tor. Ob dieser Spieler am Sonntag gegen Haßloch erneut auflaufen wird und so gleich am Anfang seiner Karriere verheizt wird, bleibt hingegen abzuwarten.

Apropos Haßloch. Gegen die Rheinland-Pfälzer muss natürlich ein Sieg her, egal wie. Notfalls auch mit zehn Toren Vorsprung. Auf spannende Spiele, mit denen man die Zuschauer begeistert und am Ende knapp gewinnt, kann das Team später mal wieder zurückgreifen. Ein dreckiger, hoher Sieg wäre jetzt genau richtig. Sollte allerdings dieses Match auch noch verloren gehen, brennt schon im Oktober der Weihnachtsbaum. Denn bei den folgenden drei Spielen gegen Nußloch, Horkheim und Konstanz können durchaus ein oder sogar zwei davon verloren gehen. Bei genauer Betrachtung ist allerdings trotz des letzten Tabellenplatzes noch gar nicht sooo viel passiert. Die Auswärtsspiele sind sowieso seit Jahren schon nur noch ein Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung von MAURER Busreisen, vielleicht ab und an ein Sieg für die Statistik. Ein Pflichtheimsieg gegen Großsachsen wurde eingefahren, das Spiel gegen Oppenweiler kann man durchaus verlieren. Immerhin ist der Aufsteiger aktueller Tabellenführer. Allerdings hätte man vom früheren SG- ler Tobias Hold erwarten können, dass dieser aus alter Verbundenheit wenigstens beim Siebenmeter absichtlich vorbei wirft. Nun ja, Freunde sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Schade.

Bleibt also die Hoffnung, dass sich die SG noch einige Punkte bis zur Winterpause holt, um im neuen Jahr wie auch in den letzten drei Spielzeiten noch zehn überragende Rückrundenspiele absolviert, die zum Klassenerhalt ausreichen. Wie sich das sonst anhört: „Meine Sicht auf die Oberliga.“ Geht ja gar nicht.

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