Meine Sicht auf Liga Drei (47)

Meine Sicht auf Liga Drei (47)

14.05.2016

Einen gnadenlos subjektiven, aber nicht allzu ernst nehmenden Blick auf die Dritte Liga Süd wagt Sportskanone Erhard VerWunderlich

Folge 47: Nach der Saison 2015/2016

Nach fast viermonatiger Abstinenz muss ich mich nun doch wieder einmal melden. Schließlich ist gerade eben eine lange und strapaziöse Spielzeit zu Ende gegangen, die sich im Abstiegskampf so spannend wie selten gestaltete. Unsere SG hatte sich schon rechtzeitig ein dickes Polster nach oben verschafft und konnte so ganz entspannt das Hauen und Stechen aus der Ferne beobachten. Allerdings kommen die Akteure trotzdem nicht um die letzte Klippe der Saison herum. Wie immer wird am Ende des Tages wieder schonungslos mit den gezeigten Leistungen unserer Jungs abgerechnet. Und wie immer natürlich ohne Gewähr oder irgendein Fachwissen in der Hinterhand.

2 Marvin Fuß: Nicht immer hatte alles Hand und Fuß („Was für ein Brüller“), was uns der Jungspund im ersten Aktivenjahr anbot. Allerdings, je später der Abend, desto schöner die Gäste. Soll heißen, zum Ende der Saison wurde Marvin immer besser. Wenn sich diese Entwicklung so stetig fortsetzt, wird der Übergangshalbrechte mit 35 Jahren Europameister und fünf Jährchen später Olympiasieger. Und das dann sogar mit toller Abwehrarbeit.

3 Fabian Gerstlauer: Spritzig mit überraschenden Körpertäuschungen. Genau so lässt sich das Spiel von Fabi eben nicht beschreiben. Eher ist er der Diesel unter den Handballern. Nicht spektakulär, aber immer zuverlässig. Da weiß jemand genau, was er tut. Trotzdem will sich der Spielmacher zwecks höherer Beweglichkeit im Sommer in einer bekannten Lindauer Klinik noch Muskeln absaugen lassen. Übrigens ist Fabian auch pädagogisch besonders wertvoll, irgendjemand musste ja auf Chrissi Rau in der „Zweiten“ aufpassen.

5 Christian Rau: Eigentlich ist ja unser Halbrechter schon seit Jahren ein Leistungsträger. Und das mit gerade einmal 24 Lenzen. Gegen Ende der Saison muss es aber von mir völlig unbemerkt einen akuten Leistungseinbruch gegeben haben. Nur so lässt sich doch erklären, warum Chrissi Richtung Landesligamannschaft ausgemustert wurde. Und dann erzählt man dem armen Kerl auch noch irgendetwas von Rettung der „Zweiten“. Ja, ne, is klar …

6 Sven Maier: Mit Mitte zwanzig in den sportlichen Ruhestand? Bei Sven sind es berufliche Gründe, die dies erfordern. Oder ist es ganz einfach nur so, dass sich der fliegende Kreismaier mit seinem medizinischen Hintergrundwissen ausmalen kann, worauf man sich bei 15 Jahren Leistungssport einlässt? Sven möchte alsbald im Ausland seine Doktorarbeit beginnen. Ich empfehle China, Burkina Faso oder Sachsen. Alles Länder mit fremden Sprachen und extrem gewöhnungsbedürftigen Kulturen.

7 Felipe Soteras-Merz: Immer wieder die Nummer Sieben. Nach Kai „Legenden sterben nie“ Wohlbold wieder ein Spieler, der nur knapp das Einlaufkind überragte („Die sind aber manchmal auch schon verdammt groß in der E-Jugend“). Damals wie heute war dies aber kein Hindernis für gute Leistungen. Nun tritt Felipe also in Pforzheim direkt in Vale Hörers Fußstapfen. Gerüchten zufolge erfolgt die Einarbeitung auf der Spielmacherposition noch persönlich im Shuttle Bar Bus, vorrangig von 1 – 5 Uhr morgens.

13 Christian Dürner: Nun ist also auch für Chris Dürner Schluss, wobei ich mich noch nicht so recht an den Gedanken gewöhnen kann und möchte. Der Kapitän, der in den letzten Jahren von schweren Verletzungen ebenso verschont blieb wie von einer effektiven Grauhaarabdeckung, hatte die SG ausgerechnet zu deren erfolgreichsten Zeiten zwischenzeitlich verlassen. Was soll uns das nun sagen? Vielleicht, das es noch etwas zu erledigen gibt, bevor sich Christian samstags zum Angeln zurückzieht? Ganz großen Sport bescherte uns der Käpt´n übrigens am letzten Spieltag in Leutershausen. Obwohl mehrfach die Möglichkeit dazu bestand, hielt sich der sympathische Sportsmann mit dem Torewerfen bewusst zurück und ermöglichte es mit seiner Null, andere Aktive ins Rampenlicht treten zu lassen. Respekt!

14 Marcel Kohler: Zwei Kreuzbandrisse sind nun wahrlich genug. Auch wenn die Verletzungen nicht der Grund für den Abschied war, kann man nachvollziehen, dass in diesem Falle nicht aller guten Dinge drei sind. Ihm klebte wahrlich das Pech an den Knien wie anderen die Marmelade auf dem Rücken nach einem korrekt durchgeführten Sektfrühstück. Was durch den Abschied so manchen SG-Fan traurig stimmt, hat nach unbestätigten Berichten zufolge einigen früheren Gegenspielern allerdings ein paar Tränen der Freude ins Gesicht getrieben.

15 Ingo Krämer: Nun geht er also. Zum Abtrainieren in die fünfte Liga. Eigentlich sieht er immer noch so jung und verschmitzt aus wie seinerzeit, als er aus der Tamm`schen Provinz verschüchtert ins pulsierende Haslach kam. Schon damals frönte er dabei seinem zweiten Hobby, der Musik. Zu beidem, Sport und Kunst, wurde er aber stets ermuntert. Dies allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Während ihn die Musikexperten immer wieder eine Handballkarriere nahe legten, waren sich die Kenner der Handballszene stets einig, ihn von einer Musikerlaufbahn zu überzeugen.

16 Marco Azevedo-Marques: Man kann nun nicht gerade behaupten, dass die Keeper während der Saison über allem standen. Aber je länger die Saison vorangeschritten war, je mehr steigerte sich Aze manchmal teilweise bis hinein in einen Rausch. Unvergessen für alle Beteiligten das Spiel in der Hölle von Kronau, als der Goalie zirka 854 Bälle abwehren konnte. Was natürlich nicht unerwähnt bleiben sollte: Marco spielt genau seit dem Tag so sensationell, seit die Verpflichtung von Tobias Barthold für die kommende Saison offiziell ist. Dieser perfide Plan des Vereins in punkto Platzhirschgehabe ist also schon einmal aufgegangen.

17 Tobias Klisch: Der Jung-Trainer ist flügge geworden und hat sich entschieden, nun mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies hat er schon in Herrenberg probiert, allerdings war der Chefcoach dann doch noch zu oft in der Halle. Manchmal, aber nur manchmal hat dann der Tobias, der Lausbub, einfach heimlich auswärtige und fiktive Nationalmannschaftstermine der Juniorinnen in das Notizbuch von Nico geschrieben, damit der Chef öfters auf Reisen ist. Ist aber dann doch nach ca. einem Jahr aufgeflogen, als dieser mit verwundertem Blick tagelang in Nordschottland die Finalhalle der nie stattgefundenen Juniorinnen-WM suchte, vergeblich natürlich. Tobi will deshalb jetzt im Bottwartal unbedingt ohne Co-Trainer arbeiten.

19 Claudio Schneck: Na, da hat uns ja mal jemand so richtig das Glück mitgebracht aus Friedberg („Komisch, ist bestimmt nur Zufall“). Für mich stellt sich die Frage, ob es noch einen anderen Grund für die Seuchensaison gibt als das eingeschleppte Abstiegsvirus. Mit dem Wiederaufstieg wird uns Claudio aber allen eines Besseren belehren, davon bin ich überzeugt. Außerdem sollten die Harzdosen für Handballer unbedingt mit größerer Öffnung hergestellt werden. Wenn man mit Riesenhänden nicht richtig ins Klebrige greifen kann, rutscht so auch manchmal ein scharfes Zuspiel aus der Hand. Wie gemein!

22 Alexander Zürn: Warum einfach, wenn es auch schwierig sehr gut geht? AlexHansJörg erarbeitete sich in dieser Saison den Titel des Rückhandmagiers. Tolle Tore mit dem Rücken zum Gebälk, schöne und sogar bisweilen erfolgreiche Dreher hat der geneigte Sportfreund schon bei seinen Auftritten gesehen. Anders ist es nur, wenn unser Leichtgewicht alleine aufs gegnerische Tor zuläuft. Da findet der Ball auch immer mal den Weg auf den Körper des Torwarts („Mein Gott, der stand da halt so rum“). Deshalb mein Tipp: Einfach Augen zu, ist fast wie ein Rückhandwurf.

23 Dominic Rose: Der Mister Universell hat wieder einen richtigen Schritt nach vorne gemacht. An ihm hat es sicher nicht gelegen, dass die SG am Ende in den Apfel des Abstiegs beißen muss. Aber an wem lag das schon? Unser Halbrechtszentrallinksaußen sollte nur aufpassen, auf allen Positionen sehr gut, aber auf keiner überragend zu werden.

24 Lukas Fischer: Da möchte man jemand einfach nur einmal elegant durch den Kakao ziehen, und dann findet man nichts. Lukas ist wohl der Gewinner der Saison. Auch wenn in jungen Jahren Leistungssprünge immer wieder einmal drin sind, ist es doch erstaunlich, dass der gerade den Kinderschuhen Entwachsene in Neuhausen so wenig Einsatzzeiten bekam. Da kann man als SG- Fan nur hoffen, dass der Junge mal nicht zu gut wird und von Vereinen wie dem TSV Milbertshofen oder der SG Wallau-Massenheim abgeworben wird. Da darf ich ruhig auch mal egoistisch denken. Nächstes Jahr werde ich aber sicher etwas finden. Versprochen!

96 Linus Mathes: Da spielt der Linus, der kaum mehr wiegt wie der Ball, eine sensationelle Vorbereitung, um sich dann in der Runde selbst meist hinten anzustellen. („Ich war schon immer so bescheiden“). In Herrenberg gab es einmal einen talentierten Keeper namens Daniel R., der mit immer weniger werdendem Körpergewicht immer besser wurde. Vielleicht sollte dies unser Linus mal umgekehrt probieren. Ich könnte ihm die Telefonnummern von Köndringens Grange, Bad Neustadts Badura und Bayerns Ottfried Fischer zwecks Hilfestellung bestimmt besorgen.

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