Meine Sicht auf Liga Zwei (15)

Einen gnadenlos subjektiven, aber nicht allzu ernst nehmenden Blick auf die Zweite Bundesliga Süd wagt Sportskanone Erhard VerWunderlich
Folge 15: nach dem 23. Spieltag

Hey, hey, Spitzenreiter, Spitzenreiter! Dieser dem Fußball entliehene Schlachtruf wird momentan der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen voll gerecht. Grundlage dieses Szenarios ist aber leider nicht die sportliche Tabelle, sondern die Statistik der aktuellen Zeitstrafenliste. Hier thront einsam die SG mit komfortablem Vorsprung. Niemand wird froh über eine solche Spitzenposition sein, auch wenn man zum Saisonbeginn immer und überall versichert, man hat ein schlagkräftiges Team beisammen.
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Aber dies ist dann wohl doch anders gemeint. Den Spielern gezielte Unfairness oder gar Brutalität zu unterstellen, wäre aber genauso falsch wie oberflächlich. Auffallend ist zweifelsfrei schon, dass Mannschaften aus den unteren Regionen in der Zeitstrafenstatistik weit oben platziert sind. Und umgekehrt. Die Ursache hierfür ist natürlich vielschichtig. Ein Spiel der SG wird, auf die Abwehrarbeit bezogen, wohl nie zum Bewerbungsvideo für das Casting zum 80er Jahre- Klassiker "Zärtliche Cousinen", Teil III herhalten können. Aber natürlich muss man erstens als Underdog alle Möglichkeiten ausnutzen, um den Größeren ein Bein zu stellen. Sportlich gesehen natürlich.. Andererseits ist es aber auch so, dass ein individuell stärkerer Gegenspieler einfach nur die berühmte Zehntelsekunde schneller war. Dann ist die eigene Hand leider nicht am Ball, sondern verirrt sich anderswo. Der SG H2Ku ging dies im letzten Jahr übrigens im umgekehrten Falle. Dem Angriffswirbel war auch nicht jede Mannschaft gewachsen. Man wird sich erinnern. Das Dilemma ist eigentlich nur, dass ausgerechnet in den Saisonphasen mit den meisten erzielten Punkten auch die meisten Zeitstrafen gegen das eigene Team verhängt worden. Wichtig sollte vor allem sein, dass die Schiris trotz dieser Statistiken unvoreingenommen in die Spiele der SG gehen können. Um zuviel geht es in dieser Saison.

Seit Wochen bewegt sich nun das Rüttelsieb. Und Woche für Woche fallen Mannschaften durch das grobmaschige Konstrukt hinunter in die dritte Liga. Inzwischen haben vier Mannschaften, die drei Letztplazierten und die TSG Groß-Bieberau, das ,zumindest lizensierte, Handtuch geworfen. Im Endeffekt erwies sich der Wunsch auf eine Qualifikation für die eingleisige Liga so realistisch wie einst die Hoffnung von "Eddi the Eagle" Edwards als Olympiasieger im Skispringen. Die SG- Oberen haben dagegen mal vorsichtshalber die Lizenz eingereicht. Auch wenn es momentan nach der Niederlage in Aue sportlich nicht danach aussieht, weiß man ja nie, was noch kommt. Mutig ist dieser Schritt allemal. Auch für das Lizenzverfahren muss Geld in die Hand genommen werden. Aber die SG-Führung sendet damit ein klares Signal an die Mannschaft, das Umfeld und die Sponsoren. Übrigens auch mit der Verpflichtung von Neu-Torhüter Max Bender. Die Mannschaft ist nun gefordert, dieses Signal zu verstehen und nochmals alles zu geben, wobei sie dies ja eigentlich Woche für Woche macht.

So wie auch am letzten Wochenende. Man sagt ja immer, am Ende der Saison gleicht sich immer alles wieder aus. Wie brutal richtig man damit liegen kann, erfuhren Kai Wohlbold und Co. auf leidvolle Weise. Im September spielte der EHV Aue in Herrenberg fünfzig Minuten groß auf und führte auch mit fünf Toren, um am Ende doch noch durch einen Siebenmeter in der letzten Sekunde zu verlieren. Um den SG-Spielern dieses Gefühl der schmerzlichen Niederlage möglichst eins zu eins wiederzugeben, hat der Handballgott das Rückspiel in Aue genauso gesteuert. Aber genau wie beim Fußballruf am Anfang des Artikels nehme ich mir auch zum Ende des Artikels wieder eine Anleihe: Mann kann immer hinfallen. Wichtig ist nur, dass man wieder aufsteht. Gegen Eisenach gibt es eine willkommene Gelegenheit, das zu zeigen.

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